2009 28 Feb.


Das Land und ich…

Frühling in Wangen by malavoda / CC-by-nc-sa

Quelle: Flickr.com: Frühling in Wangen by malavoda / CC-by-nc-sa

Am Montag bei der Wahlkampfkommission der Grünen BaWü hat ein Landtagsabgeordneter neulich zu mir in Anspielung auf meinen Wahlkreis gesagt: “DU und DAS LAND – wie das zusammengeht, das musst du mir noch erklären…”
Vor paar Tagen war ich abends beim Politischen Aschermittwoch der Wangener Grünen.
Ja, es stimmt mit meinem Namen, meinem Aussehen und meiner Herkunft (geboren in Polen und aufgewachsen in Dortmund) bin ich sicher nicht die “typische” Bundestagskandidatin im oberschwäbischen Wahlkreis Ravensburg, der in großen Teilen sehr ländlich geprägt ist.
Aber ich fühl mich dort so wohl wie kaum wo. Das ging mir schon so bevor ich mich entschieden hatte dort zu kandidieren (und des Öfteren mit meinem Freund seine Familie besucht habe). Die Landschaft ist so wunderschön, da rührt sich was in mir. In der Nacht hab ich eine geraucht, draußen und hab in die weite Landschaft geschaut und da habe ich zum ersten Mal “Stille” gehört – und da ist es nach langer Zeit auch in mir ruhig geworden, das war ein schönes Gefühl. Ich bin sonst so ein hektischer Mensch.
Und toll finde ich auch die Menschen dort. Direkt und herzlich – auch dabei fühle ich mich wohl. Das fängt bei den tollen und ursympathischen Grünen an, die mich mit offenen Armen empfangen haben und deren Veranstaltungen Spaß machen, nah am Menschen sind.
Aber auch wenn ich mir dann meinen Drehtabak kaufe (ein Laster braucht schließlich jede/jeder), dann gibt es da keine leeren höflichen Floskeln, sondern eine nette Frau, die einen anlächelt und mit der man nett quatschen kann.
Und schließlich schmeckt dort alles einfach besser.
Das Land und ich – das geht sehr gut zusammen. Auch wenn ich im Ruhrpott aufgewachsen bin, ein Stadtkind bin ich nicht – jedenfalls nicht im Herzen ;), das ist mir klar geworden.
Wenn ich groß bin, dann will ich aufs Land ziehen.
Das war jetzt ein sehr persönlicher Bericht, wer allerdings mehr zum Politischen Aschermittwoch in Wangen wissen will (der für mich vielleicht die schönste grüne Veranstaltung war, an der ich teilgenommen habe) kann hier den  Bericht in der Schwäbischen Zeitung lesen. Uber mich gabs da auch einen netten Artikel.
UPDATE: Hier noch ein paar nette Photos zum Politischen Aschermittwoch in Wangen, alle gemacht von Hartmut Wauer:
Bitterböses und superwitziges Kabarett von Mike Jörg zur Wirtschaftskrise

Bitterböses und superwitziges Kabarett von Mike Jörg zur Wirtschaftskrise

Gerold Fix Interview mit mir - hat Spaß gemacht ;)

Gerold Fix Interview mit mir - hat Spaß gemacht ;)

Vielfältiges Grün bei den GOL-KandidatInnen

Vielfältiges Grün bei den GOL-KandidatInnen

Besinnliche und großartige Rede von Winne Hermann, MdB aus Tübingen

Besinnliche und großartige Rede von Winne Hermann, MdB aus Tübingen

Geschrieben am 28. Februar 2009 um 03:19 Uhr in Persönliches,Wahlkreis - Tags: , , ,

2008 25 Dez.


Alle Jahre wieder…

… so feiern die Malczaks Weihnachten…

Choinka

Choinka

Bei unserem Weihnachtsfest gibt es noch viele polnische Gebräuche.

Die Choinka (der Tannenbaum) reicht bei uns fast bis zur Decke und neben der elektrischen Beleuchtung muss es auch immer Kerzen geben (seit wir Kinder groß sind ist er auch weit weniger kitschig geschmückt ;) )
Eigentlich fängt mensch erst mit dem Essen an, wenn der erste Stern am Himmel steht. Bevor das mehrgängige Essen eröffnet wird (das auch in der Zubereitung mehrtägig ist…), kriegt jeder Gast ein Oblaten. Dann bricht jede und jeder sich ein Stück von den Oblaten aller Anwesenden ab und mensch umarmt sich und wünscht sich gegenseitig frohe Weihnachten.

Der gedeckte Tisch

Der gedeckte Tisch

Dann geht es los mit dem Essen. Traditionell sollte es aus 12 unterschiedlichen Speisen bestehen (dieses Jahr sind wir genau auf diese Zahl gekommen, weil mein Freund, der Veganer ist, mitgefeiert hat und meine Mutter alles immer mit Butter kocht und brät und wir das meiste dann noch mal mit Öl gemacht haben und die Vegetarier zum Fisch Fleischersatz bekommen haben ;) )

Zu Trinken gibt es immer Wein und Pflaumenkompott.

Also der erste Gang:

Uszka (übersetzt: Öhrchen) sind mit lecker zubereiteten Champignons gefüllte kleine Teigtaschen (ähnlich wie Piroggen), die traditionell in Rote-Beete-Suppe serviert werden. Bei uns mag die aber niemand und so schwimmen sie in Gemüsebrühe.

Der zweite Gang:

Nalesniki (Pfannkuchen) sind mit Sauerkraut und Pilzen gefüllte Pfannkuchen.

Der dritte Gang:

Kartoffeln, Sauerkraut mit Pilzen, eingelegte Champignons und Karpfen – letzterer wie erwähnt für Vegetarierin und Veganer durch vegetarische Schnitzel und Steaks ersetzt.

Der Nachtisch:

Makowki ist eine cremige Mohnspeise mit ganz viel Milch, Rosinen, Honig, Mandeln, Kokos und Nüssen und ein wahres Highlight.

Außerdem gabs für Veganer einen von Tierprodukten freien Limettenpie, aufgebessert durch Sauerkirschen.

Alles in allem wieder ein wahres Festmahl…

Dann gabs die Bescherung. Seit wir Kinder groß sind, sind wir dazu übergeganen auf Geschenke und den ganzen Stress zu verzichten und spenden das Geld lieber, dieses Jahr an Brot für die Welt und die Welthungerhilfe.

Die Weihnachtstage werden dann gemütlich und mit Besuchen verbracht, eine Erholung, die mit gerade sehr gut tut.

Schöne und besinnliche Feiertageb an alle!

Geschrieben am 25. Dezember 2008 um 22:07 Uhr in Persönliches - Tags: