2009 25 Sep.


Internetwahlkampf: 3 Tage wach, Grüne Jugend rockt die Nächte und ich bin heute dabei!

Nach den letzten Wochen mit vielen Veranstaltungen, Infoständen, Podien und, und, und… kam dieser Blog leider etwas zu kurz.  Mein ursprünglicher Anspruch von jeder Veranstaltung im Blog ausführlich zu berichten und jeden Wahlprüfstein zu beantworten hat sich angesichts der vielen Termine nicht erfüllen lassen…Heute nehme ich mir den ganzen Tag Zeit so viel wie möglich davon abzuarbeiten…Aber als Kandidatin ohne Büro ist das leider nicht zu bewältigen, so gern ich das auch tun würde.  Ich tue mein Bestes und habe jetzt seid Mitte August (ab da befinde ich mich komplett im Wahlkreis Ravensburg auf Tour) eine 80-90 Stunden Woche erlebt. Also Arbeitszeiten wie ein/eine Spitzenmanagerin, allerdings ohne Boni und Gehalt.  Scherz beiseite, die vielen Gespräche mit den WählerInnen und die super Stimmung hier im Wahlkreis für Grün sind mehr als Entschädigung. Der Wahlkampf  hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und macht es immer noch.

Aber ich komme vom Thema ab:

Wollte alle auf die Aktion 3 TAGE WACH auf der Seite der Grünen hinweisen.

Dort könnt ihr eure Fragen, die euch unter den Nägeln brennen, nonstop stellen, und sie werden rund um die Uhr beantwortet.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag übernimmt dabei die GRÜNE JUGEND die Macht mit jeweils sehr interessantem Programm. Wer mich nochmal live (allerdings virtuell) erleben möchte, kann dies heute Nacht ab 00.25 Uhr tun.

Hier noch das ganze Nachtprogramm der Grünen Jugend:

Samstag
0 Uhr
Begrüßung: Grüne Jugend ergreift die Macht
0:05
Warum Grün wählen, Atom und Kohleaktion im Studio
0:10
Mobilisierungsvideo GJ
0:15
Liveschaltung Sven Christian Kindler
Thema: grüne Sozialpolitik und sein Wahlkampf als junger Kandidat
0:20
Interview Bene Lux
Thema: Rechtspolitik
0:25
Liveschaltung Agnieszka Malczak
Themen: Internationalle Gerechtigkeit, Gleichberechtigung der Frau in
Deutschland und ihr Wahhlkampf als junge Kandidatin
0:35
Video SH
0:40
Liveschaltung Rasmus Andresen
Thema: Bildung und Wahlkampf in SH
0:50
Video Atommüll
1:00
Warum sollen junge WählerInnen Grün wählen?
Auf geht’s in die Nacht... Aktionen auf der Straße. Stichwort:
Sprühkreide und Guerilla Gardening.

Sonntag

0 Uhr
Begrüßung: Grüne Jugend ergreift die Macht
0:05
Interview mit Jan Philipp Albrecht
Thema: BürgerInnerechte und Datenschutz
0:15
Video Datenschutzdemo
0:20
Interview Ingrid Nestle
Thema: Energie und Klimapolitik
0:30
Video Fritzi und Ska Keller
0:35
Interview Ario
Thema: gerechte Drogenpolitik
0:40
Video Atomdemo
0:50
Atomaktion im Studio
1:00
Warum sollen junge WählerInnen Grün wählen? Abschluss


Und überhaupt bei 3 Tage Wach reinschauen und Fragen stellen!


Geschrieben am 25. September 2009 um 15:02 Uhr in Grüne Reflektionen und Berichte, Wahlkreis, Web 2.0 - Tags: , , , ,

2009 27 Aug.


Es könnte reichen…Zeit für GRÜN!

Noch einen Monat genau bis zur Bundestagswahl am 27. September!

Es könnte reichen für meinen Einzug in den Bundestag…Nach allen aktuellen Umfragen stehen die Chancen ziemlich gut dafür. Denn die GRÜNEN schneiden zur Zeit sehr gut ab in den Umfragen. Relevant für mich sind vor allem die Zweitstimmen – ich stehe auf Platz 11 der Landesliste für BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. Nachverfolgen und schauen, ob und für wen es von den Grünen reicht, kann man auf dem ziemlich hübschen Mandatsrechner von Christian Brugger:

http://www.c-admin.de/gmr/

(Einen überaus informativen Blogbeitrag dazu  gibt es von Till Westermayer hier)

Ich persönlich kämpfe um jede Stimme für GRÜN und für mich. Ob es dann im September reicht, wird sich zeigen.

Ich würde mich freuen, wenn ich in den Bundestag käme und noch bessere Möglichkeiten hätte für grüne Ideen und Anliegen zu streiten und mit den Menschen darüber zu diskutieren – sollte es nicht reichen, ist das zwar schade, für mich persönlich aber nicht schlimm. Ich habe mehr als genug Ideen und Projekte, wie es danach weitergehen soll. Wenn es aber doch reicht, dann muss ich zwar nach Berlin (die Stadt ist zwar spannend, aber mir zu laut und zu groß), kann mir dann aber den Wunsch erfüllen hier in die wunderschöne Gegend zu ziehen. Aber genug darüber philosophiert, nun wird wieder angepackt: Jetzt wird wahlgekämpft, alles andere entscheidet sich am 27.September.

Die überaus vielfältige und spannende Landesliste der Grünen gibt es hier in Bildern – ich freue mich besonders, dass so einige Gesichter auch hier im Wahlkreis zu Besuch sein werden oder schon waren.


2009 25 Aug.


Letztes Wochenende: Hoffest, Plakatieren und Grillen

Da ich gerade mit Hochdruck an meiner neuen Homepage zur Bundestagswahl arbeite, deren Fertigstellung sich durch meine ziemlich heftige Krankheit im August leider, leider etwas verzögert (was mich wiederum sehr stresst), möchte ich über das letzte Wochenende nicht so viele Worte verlieren, sondern ein paar Bilder sprechen lassen.

Am Samstag war unser Wahlkampfauftakt:  Sehr gut besuchtes  Hoffest auf dem Rahlenhof zu Gast bei Christof Schaaf, Ortschaftsrat in Eschach- gleich zum zweiten Mal in der Woche besuchte der grüne Fraktionsvorsitzende im Bundestag Fritz Kuhn, der gewohnt stark und überzeugend war, den Wahlkreis. Anschließend gab es viele interessante und angeregte Gespräche.

Am Sonntag ging es erst zum Plakate kleben- bald “ergrünt” der Wahlkreis Ravensburg. Aber für mich noch etwas ungewohnt und auch seltsam sich selbst von Plakaten lächeln zu sehen.

Anschließend dann zur Sitzung der Grünen Jugend Ravensburg mit anschließendem Grillen. Ein entspannter und doch sehr ergiebiger Termin – idyllisch und mit wunderschöner Aussicht im Schwarzwäldle.

Also nun die versprochenen Bilder:

 

Fritz Kuhn und ich bei den politischen Statements

Fritz Kuhn und ich bei den politischen Statements

 

Gut besucht - das Interesse an grünen Ideen ist groß

Gut besucht - das Interesse an grünen Ideen ist groß

Beim Plakatieren: Grüne Plakate überzeugen!

Beim Plakatieren: Grüne Plakate überzeugen!

Vor dem Vergnügen die Arbeit

Vor dem Vergnügen die Arbeit

 

Junggrüne Diskussionen

Junggrüne Diskussionen



2009 18 Aug.


Nachhaltigkeit in Leutkirch besichtigt

Gestern war ich wieder unterwegs.  In Leutkirch,  zusammen mit Fritz Kuhn, dem grünen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag.

Um pünktlich um 13.30 in Leutkirch zu sein, musste ich den Zug um 09.28 in Tübingen nehmen, zurück zu Hause war ich um 22.30. Die langen Fahrten, sie haben sich gelohnt – auch wenn da wieder deutlich wird welche Mobilitätsdefizite es bei der Südbahn gibt.

Auf dem Programm standen zwei sehr interessante Termine. Besichtigung und Gespräch bei der Brauerei Härle und bei der Biokäserei Boschenhof.

Die Brauerei Härle wird von Gottfried Härle geleitet, der uns alles gezeigt hat. Da ist das Bier nicht nur ausgesprochen gut, sondern wer Härle Bier trinkt, darf auch mal beim Alkoholtrinken ein gutes Gewissen haben. Denn seit dem 1.Januar ist die überaus erfolgreiche Brauerei zu 100 % klimaneutral. Kurze Transportwege, Fuhrpark mit Biodiesel (aus Deutschland), eigene Photovotaik-Anlagen, Ökostromnutzung, statt Heizöl eine Feuerungsanlage für Holzhackschnitzel aus der Region und, und, und…

In der Brauerei Härle trifft Tradition und die Liebe zu Region auf Innovation und ökologische Modernisierung – großartig, da macht Bier trinken doppelt Spaß!

Auf dem Boschenhof, einer Demeter Hartkäserei konnte ich viel über die Käseherstellung erfahren. Doch die Boschenhof-Betriebsgemeinschaft hat noch einiges mehr zu bieten als nur leckeren Käse und wunderschöne Kühe.

Zum Hof gehört zum Bespiel auch eine familienintegrierte Betreuungsstelle im Rahmen der Jugendhilfe. Anschließend haben sich bei Kaffee und Kuchen viele interessante Gespräche über alle möglichen Fragen der Politik ergeben.

Alles in Allem, mal wieder ein sehr anstrengender, aber noch viel mehr interessanter Tag mit vielen  neuen und bereichernden Eindrücken.

2009 3 Aug.


Unterwegs im Wahlkreis – Rückblick

Hier einmal ein kurzer Abriss ein paar ausgewählter Termine im Wahlkreis in der Rückschau. Habe jaeine längeren Zeitraum nicht gebloggt, was allerdings ganz und gar nicht heißt, dass ich eine faule Zeit hatte – im Gegenteil die ganze politische Arbeit und das Rumreisen hat ganz schön viel Energie  in Anspruch genommen.

 

Kommunal- und Europawahlkampf


Veranstaltung mit dem grünen Fraktionsvorsitzenden Winfried Kretschmann zur Finanz- und Wirtschaftskrise in Ravensburg

Der grüne Fraktionsvorsitzende Winfried Kretschmann bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung in Höchstform: ein Statement zur Wirtschaftskrise, das zwischen amüsant und nachdenklich die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie überzeugend die grünen Lösungen beleuchtet hat. Ich habe ein kurzen, einführenden und kritischen Beitrag zu den Folgen der Maßnahmen der großen Koalition insbesondere aus Sicht der jungen Generation  gehalten.

Zuvor waren wir gemeinsam bei einem Bürgergespräch in Aulendorf.

Podium zum Thema Jugend und Alkohol in Ravensburg: Alles Suff?!

Ganz allgemein und ganz konkret für Ravensburg (Hirschgraben, Marienplatz, Abifeiern) wurde das Thema sehr bereichernd aus allerlei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Moderiert von Manne Lucha, dem grünen Fraktionsvorsitzenden, waren neben mir noch auf dem Podium: Noemi Kucharz, Mitglied des Schülerrates, Silke Krebs, Grüne aus Freiburg (wo es bereits Alkoholverbotszonen gibt bzw. gab ;) ),  Jürgen Haag, Kinder- und Jugendbeauftragter in Kißlegg und Dr. Ulrich Pietrek, Allgemeinmediziner.

Mehr zur Veranstaltung und den Ansichten der PodiumsteilnehmerInnen findet sich in der Schwäbischen Zeitung, die nächsten Tage werde ich auch noch einen Blogbeitrag zu dem ganzen Themenkomplex schreiben.

Europaveranstaltung mit der junggrünen Europaabgeordneten Ska Keller

Im Rössle in Weingarten konnten die Grünen die nun neue und junge Europaabgeordnete Ska Keller begrüßen.  Ska hat meine Fragen zu ihrem persönlichen wie politischen Europa beantwortet. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, mehr gibt es ebenfalls in der Schwäbischen Zeitung.

 

(Vor-)Bundestagswahlkampf


Erstes Podium in Wangen am 7. Juli mit meiner Konkurrenz um das Direktmandat


Ich muss zugeben, aufgeregt war ich schon – Podien habe ich schon viele gemacht, aber nun würde ich gegen die DirektkandidatInnen der CDU, SPD, Linkspartei und FDP argumentieren müssen. Insgesamt geben wir eine sehr bunte Mischung was Alter, Geschlecht und politische Einstellungen betrifft.

Hat auf jeden Fall Spaß gemacht und ich glaube und hoffe, dass es mir gelungen ist zu zeigen, dass die Zukunftsantworten aus Wirtschafts- und Klimakrise GRÜN sind.

Artikel aus der Schwäbischen Zeitung gibt es leider nicht online, allerdings hatte ich in dem Artikel das einzige wörtliche  Zitat.  Ich habe mir zum Schluss der Debatte am 27. September 51% Grün und Renate Künast als Bundeskanzlerin gewünscht ;)

Besuch der OMIRA-Molkerei und Besichtigung einiger von den Hagelschäden stark betroffenen Höfe mit dem Bernd Murschel, MdL

Schockierend war es nicht nur von den Hagelschäden zu lesen, sondern die Zerstörungen mit eigenen Augen zu sehen. Auch die Sorgen und Forderungen der betroffenen Landwirte zu hören.  Bernd Murschel mit einem Team aus einigen Grünen hat bei OMIRA hartnäckig die Themen faire Milchpreise,  Biosparte und Gentechnik abgearbeitet und diskutiert. Den Bericht aus der Schwäbischen Zeitung gibt es leider nicht mehr online.

Rutenfest in Ravensburg

Vom Rutenfest in Ravensburg habe ich schon sehr viel gehört. Im Großen und Ganzen hat es mir die ausgelassene Stimmung einer ganzen Stadt in Freude sehr gefallen. Tradition trifft Weltoffenheit – das war allgemein mein Eindruck. Mit Manne Lucha konnte ich am Montagmorgen beim Empfang einige Persönlichkeiten der Region kennenlernen und den wunderschönen Umzug von der Tribüne aus bewundern.

Sommerfest in Zurwies

Wenn ich ehrlich bin, ist das Sommerfest der beiden grünen Kreisverbände Ravensburg und Wangen mein allerliebster Grüner Termin. Wie nervös ich letztes Jahr war:  Da wurde nämlich ausgelotet, ob ich dort Kandidatin werde oder nicht. Bei der wunderschönen Mischung aus Kultur, Musik, Politik und leckerem Essenm, der tollen Stimmung  und der großartigen Moderation durch Siegfried Spangenberg, dem grünen Kreistagsvorsitzenden, war meine Nervosität  letztes Jahr ganz schön schnell wieder weg. Nun konnte ich mich genau ein Jahr wieder darauf freuen. Dieses Jahr haben Petra Selg, die Landesvorsitzende der Grünen BaWü, Winne Hermann, Bundestagsabgeordneter aus Tübingen , Eugen Schlachter, Landtagsabgeordneter aus Biberach und ich den politischen Teil bestritten.

So das war es jetzt erstmal…

2009 24 Jul.


Für den Frieden – Landesmitgliederversammlung der Grünen Jugend BaWü

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Photo von Henning Schürig

Nach mehreren blogfreien, aber doch überaus politisch arbeitsintensiven Monaten und Umzug bin ich wieder da und werde versuchen meine Blogmoral nachhaltig zu ändern. Anfangen möchte ich mit einem Bericht und ein paar persönlichen Einblicken auf die Landesmitgliederversammlung (LMV) der Grünen Jugend BaWü, die letztes Wochenende stattgefunden hat.

Für mich war es eine trotz des Stresses am Wochenende und in den Wochen davor eine schöne, wenn nicht gar die schönste LMV. 80 TeilnehmerInnen, viele neue und junge Gesichter, großer Zuwachs, v.a. auch in ländlicheren Gebieten und ein traumhaftes Ergebnis für meinen Co-Vorsitzenden Oliver Hildenbrand und mich: beide mit 93,5 % im Amt bestätigt – ein wunderbares Ergebnis, das für so ein paar durchgearbeitet Nächte entschädigt und zeigt, dass der Landesvorstand die letzten Jahre einen Kurs gefahren hat, der die Mitglieder zufrieden gestellt hat. Inbesondere wenn man weiß, dass bei den Grünen wie bei der Grünen Jugend auch ohne GegenkandidatInnen solche Ergebnisse durchaus unüblich sind – sogar den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer konnten wir hinter uns lassen, dem nur knapp 88%  auf seinem Parteitag vergönnt waren.

Organisation – irgendwie klappt es immer

Nadine Wachtel, unsere Landesgeschäftsführerin, sonst gute Seele und organisatorisches Rückgrat konnte bei dieser Landesmitgliederversammlung krankheitsbedingt nicht dabei sein. Meine anfänglichen Befürchtungen, ohne sie werden wir ein heilloses Chaos erleben, haben sich dank einiger tatkräftiger Landesvorstandsmitglieder zum Glück nicht bewahrheitet. An dieser Stelle sei vor allem Sophie, unserer neuen SchatzmeisterIn aber auch Christian gedankt, die bis in die Morgenstunden gerackert haben  (wie auch die Vorsitzenden ;) ). Aber eine LMV ohne Nadine wollen wir trotzdem nie wieder erleben.

Thema Frieden – gute Positionen, mehr Diskussionen bitte!

Die LMV stand ganz unter dem Stern des Frieden – dieses Thema hat der Landesvorstand gewählt, nicht nur weil es sehr wichtig und interessant ist, sondern auch um die Debatten mal anzuheizen. Dieses ist uns nur begrenzt gelungen.  Bis auf einige wenige Kontroversen hat der Entwurf der Landesvorstandes wohl den Nerv der Mitglieder getroffen. Wir haben einen großen Wurf gewagt, der versucht langfristige Visionen, hin zu einer friedlichen, gerechten und solidarischen Welt mit kurzfristigen, realisierbaren Maßnahmen zu verbinden.

Kernstücke der Resolution sind eine Stärkung der zivilen, politischen und diplomatischen Mittel zur Konfliktprävention und der Schaffung von nachhaltigem Frieden, den wir nicht als die bloße Abwesenheit von Gewalt verstehen. Außerdem fordern wir eine Reform internationaler Gremien (Stärkung der Vereinten Nationen und Auflösung der NATO), schnelle und ernstgemeinte Abrüstung und das Verbot von Waffenexporten. Ebenfalls Bestandteil unserer Beschlusslage ist die Stärkung der sozialen Verteidigung, die Abschaffung der Wehrpflicht, die besondere Rolle von Frauen in Kriegen und Friedensprozessen und eine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Auslandseinsätzen. Da wir wissen, dass der Einfluss der Grünen Jugend (noch) begrenzt ist, haben wir es uns trotz dieser Position erlaubt, Kriterien für Auslandseinsätze der Bundeswehr aufzustellen – wenn wir sie schon nicht verhindern können.

Trennung von Amt und Mandat

Als ich als Landesvorsitzende kandidiert habe, war ich mir sicher, dass diese Frage kommt: Wie stehst du zu der Trennung von Amt und Mandat?

Hintergrund ist, dass bei dem ständigen Zuwachs, den die Grünen, gerade auch in BaWü erfahren, meine Chancen über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen (Mandat) steigen. Die Frage zielt darauf ab, ob ich dann als Landesvorsitzende (Amt) zurücktreten würde – über meine Antwort waren wohl einige überrascht, was mich wiederum verwundert hat.

Irgendwie dachte ich, man kennt mich gut genug. Die Trennung von Amt und Mandat, eine urgrüne Wurzel, an der seit Jahren immer wieder gesägt wird, war mir schon immer wichtig. Wenn es für mich reichen sollte, werde ich deshalb selbstverständlich, dass was ich von anderen fordere, auch für mich gelten lassen und zurücktreten. Ich finde es wichtig, dass Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten auf die Schultern vieler verteilt werden und ich bin mir sicher, wenn es für den Bundestag reichen sollte, kann ich dort mit aller Kraft auch vieles für die Grüne Jugend tun und erreichen.

Die neuen und die alten Vorsitzenden: Oli und ich // Photo von Henning Schürig

Die neuen und die alten Vorsitzenden: Oli und ich // Photo von Henning Schürig

Der neue und der alte Landesvorstand

Der Landesvorstand wurde neu gewählt. Nachdem alle männlichen Beisitzer nach langjähriger, intensiver und engagierter Arbeit aufhören, gab es bei mir ein weinendes Auge, weil langjährige politische und persönliche Weggefährten ausscheiden und ein lachendes Auge, weil es sehr viele gute Bewerber (mehr als Plätze) gab. Die “Alten” hinterlassen große Fußstapfen, ich bin mir sicher dass die “Neuen” mit vielen neuen Ideen, Ansichten und Energien die Wahlkämpfe rocken und den Verband  stärken werden.

Dabei möchte ich an dieser Stelle ganz besonders unserem ehemaligen Schatzmeister Christian Brugger danken, ohne den ich mir die Grüne Jugend kaum vorstellen kann und der für mich persönlich wie politische eine unvorstellbar große Stütze war und ist.

Neben Oli und mir wurde als drittes Mitglied in den Geschäftsführenden Landesvorstand die ehemalige Besitzerin Sophie Schmid mit einem großartigen Ergebnis als Schatzmeisterin gewählt, was mich sehr freut. Auch dass die BesitzerInnen Julia Janczyk und Lena Schwelling wiedergewählt wurden ist super. Komplettiert wird der Vorstand durch Felix Anderl, Jonas Közle und Bennet Müller-  insgesamt alle acht eine sehr vielfältige und energiegeladene Truppe!

Mehr Grüne Jugend bei den Grünen

Früher hat die Grüne Jugend immer ein Votum vergeben, damit einE offizielleR VertreterIn in den Parteirat der Grünen auf dem Parteitag kandidiert. Nach einer Debatte, in der mehrere Optionen zur Auswahl standen, haben wir, auch um die Stimme der Grünen Jugend bei den Grünen zu stärken, beschlossen  2 Voten zu vergeben. Eins davon hat nun Peter Svejda, mittlerweile auch junggrünes Mitglied des Stuttgarter Gemeinderates, das andere habe ich bekommen.

Weitere Beschlüsse – gegen Internetsperren und für regionale Verköstigung

Es gab natürlich auch noch andere Beschlüsse und Debatten, aber bevor dieser Artikel noch mehr viel zu lang wird, schaut einfach bei der Grünen Jugend BaWü nach.

Wer aber trotzdem noch nicht genug hat, findet ihr Hennings Photos bei flickr, Berichte und Eindrücke bei Felix, Marcel, Oliver oder Henning und auf der Seite der Grünen Jugend Baden-Württemberg.


Quellenangabe: Beide Photos von Henning Schürig

Geschrieben am 24. Juli 2009 um 16:52 Uhr in Frieden, Grüne Reflektionen und Berichte, Junge Politik - Tags: , ,

2009 4 Mrz.


Bei Grün über die Straße gehen…

Quelle: flickr.com by Rolf / CC-by-nc-sa

Quelle: flickr.com by Rolf / CC-by-nc-sa

… da bin ich spießig, ich warte an jeder Ampel, dass es grün wird, auch wenn keine Kinder in der Nähe sind. Ampeln sind wichtig und gut – im Straßenverkehr!

Die politischen Ampel-Liebäugeleien einiger Spitzengrüner dagegen Unsinn. Oder wo ist der Nutzen jetzt eine Koalition aus  SPD, FDP und Grünen anzupreisen?

Natürlich wäre es wünschenswert, dass die Grünen nach der Bundestagswahl in der Regierung sind – wer Regierungsverantwortung hat, kann mehr gestalten.

Realistin, die ich bin ;), kann ich zwar von 51 % für die Bündnisgrünen träumen, aber am 27.September werden wir sie wohl (noch) nicht erreichen.

Ich finde: Inhalte vor Farbenspielchen, die mögen zwar für die Presse hochinteressant sein, die Menschen interessiert doch in erster Linie mehr für welche Ziele, Inhalte und Visionen Partei stehen und wie sie diese erreichen wollen.

Im Fünf-Parteien-System wird erst gewählt, dann gibt es Ergebnisse, dann wird verhandelt nach bestem Gewissen und nicht nach Postengeschachere (hoffentlich) und dann eventuell regiert!

Gut. Rot-Grün erscheint auch angesichts der desaströsen Ergebnisse und Außendarstellung der SPD erstmal unwahrscheinlich.

Jetzt könnte man meinen, dass es ja wenigstens strategisch sinnvoll sein könnte, seitens der Grünen eine Ampelkoalition vor der Wahl zu propagieren.

Doch wie soll die Botschaft lauten:

a) Hey liebe Wählerinnen und Wähler, wir hätten gern ein paar Ministerpöstchen und wären deshalb gern der Babypartner neben dem Juniorpartner FDP in einer Ampelkoalition?

b) Hey liebe Wählerinnen und Wähler, wir wären gern ein bißchen Ökoanstrich in einer Koalition mit neoliberaler FDP und konzeptloser SPD?

c) Hey liebe Wählerinnen und Wähler, wir müssen uns selbst mal wieder beweisen, dass wir regierungsfähig um jeden Preis sind?

Ok, das ist jetzt ziemlich böse und wenn die Inhalte stimmen, würde ich nicht nein sagen zu einer Ampel (auch wenn ich skeptisch bin, ob die Inhalte stimmen könnten…)

Aber vor der Wahl ein Ampel zu propagieren mit einer FDP, die erstens nicht mit SPD und Grünen will (wie schon bei der letzten Wahl oder in Hessen) und zweitens der die Grünen gerade vorwerfen, dass gerade ihre neoliberalen Konzepte in die größte Wirtschaftskrise geführt haben, ist irgendwie schwierig zu argumentieren.

Die SPD hat zudem mit Frank, pardon, Frank-Walter Steinmeier zudem keinen Kanzler-, sondern bewußt einen Vizekanzlerkandidaten aufgestellt – als unterschwellige Botschaft lasst uns mit dem Schwarz-Roten Stillstand weitermachen.

Es macht doch keinen Sinn, sich jetzt jemandem an den Hals zu werfen, das schwächt auch die Verhandlungsposition. Grüne wollen nicht um jeden Preis regieren, sie müssen nicht mehr beweisen, dass sie regierungsfähig sind, sondern zeigen, dass die Zukunft in GRÜNEN Antworten liegt. Grün pur, das muss die Devise sein. Dann schauen wir weiter. Und im schlimmsten Fall ist gute Opposition weit besser als schlechte Regierung.

Das Farbenspielchen im Ende nur kontraproduktiv sind, haben wir doch wohl aus dem Hessendebakel gelernt, oder?

Wofür ich jetzt soviele Worte gebraucht habe, hat übrigens Julia Seeliger in ein hübsches Bild gepackt und hier habe ich mich schon mal über Farbenspielchen aufgeregt.

Geschrieben am 4. März 2009 um 02:50 Uhr in Grüne Reflektionen und Berichte - Tags: , , , , ,

2009 25 Feb.


Die Grünen sind die Guten – das war schon immer so…

… oder früher noch mehr ;)

Hier ein ganz alter Wahlwerbespot aus den Anfängen der Grünen, als man noch Anti-Parteien-Partei war. Zum lächeln und als Stück Zeitgeschichte. Vielleicht nicht sexy, aber kauzig und irgendwie ursympathisch – schade, dass ich damals noch nicht mal auf der Welt war. Auf jeden Fall ganz großes Kino zur Bundestagswahl 1980.

Geschrieben am 25. Februar 2009 um 02:36 Uhr in Grüne Reflektionen und Berichte - Tags: , ,

2009 28 Jan.


Das Fazit der BDK in Dortmund

Agnieszka und Christian auf der BDK/ Photo von Ulrike Maier

Agnieszka und Christian auf der BDK/ Photo von Ulrike Maier

Die Grünen haben jetzt eine tolle Liste, mit der sie zur Europawahl antreten und ein super Programm. Der Parteitag hat gezeigt, dass die Grünen wohl die einzige Partei sind, bei der Europa nicht unter ferner liefen abgehackt wird.  Das hat nicht nur mit der realen Bedeutung zu tun (60%-70% aller Gesetze gehen mittlerweile auf Brüssel zurück), sondern auch weil die Grünen überzeugte EuropäerInnen sind, die auch das politische Potential der EU erkennen (kaum eines der drängenden großen Probleme wie Klimawandel oder Wirtschaftskrise lässt sich noch nationalstaatlich lösen). Das hat aber nichts mit einer Europablindheit zu tun, vielmehr gibt es einen sehr kritischen Blick auf die Struktur der EU wie auch viele Entscheidungen.

Die Programmdebatte war etwas zäh und wenig kontrovers, im Vorfeld hat die Antragskommission da gut für eine Strukturierung der fast 1000 Änderungsanträge gearbeitet, einer fruchtbaren Debatte war das aber nicht förderlich.

Die Liste finde ich super, meine FavoritInnen wurde so gut wie allesamt gewählt (S. den vorhergehenden Blogeintrag). Sowohl Ska Keller (mit einem super Ergebnis auf Platz 7) als Jan Phillip Albrecht (Platz 12) sind gut positioniert. Mit Franziska Brantner auf Platz 11, ebenfalls noch unter 30, sind es drei junge KandidatInnen, was mich besonders freut. Und auch mein Geheimtipp Eva Maria Vögtle, die erst später angetreten ist, hat ein richtig gutes Ergebnis auf Platz 19.

Heide Rühle hat den Platz 3 nach einer sehr guten Rede erobert und der Schulterschluss mit den Bewegungen ist mit Sven Giegold (attac) und Barbara Lochbihler (amnesty) bestimmt für beide Seiten sehr von Vorteil und freut mich ungemein.

Angeführt wird die Liste von Rebecca Harms und Reinhard Bütikofer, überraschend war die Rückkehr von Werner Schulz, der mit seiner rhetorisch brillianten Rede, den ganzen Parteitag mitgerissen hat (auch wenn man konkrete Projekte etwas vermissen konnte…).

Für seine proeuropäische Rede hat als Gastredner der Premier- und Finanzminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker standing ovations bekommen. Ich bin nicht aufgestanden (so schön die Worte auch waren), denn ich fand er hätte auch ruhig mal was zu Steueroasen sagen können ;)

Hier findet ihr die Liste und alles mögliche weiterführende um die BDK wie Verweise auf die Twitterseite, die offiziellen ParteitagsbloggerInnen und Videos etc.

Ich selbst habe mit Schnupfen, Husten und Fieber den Freitag und Samstag noch durchgehalten bis es mich dann ins Bett verschlagen hat, was auch der Grund dafür ist, dass ich auch erst jetzt mein Fazit bloggen kann.

Für die GJ durfte ich eine Rede zur Mobilisierung zum NATO-Gipfel halten, die ich morgen nochmal im Wortlaut hier veröffentlichen werde (wurde darum gebeten…), aber jetzt geht es ab ins Bett, da immer noch nicht auskuriert und die nächsten Tage wieder voll mit Arbeit und Terminen in ganz BaWü sind….

Geschrieben am 28. Januar 2009 um 02:10 Uhr in Grüne Reflektionen und Berichte - Tags:

2009 22 Jan.


Grünes Europa in Dortmund: Zeichen für die Grüne Jugend setzen

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Ska und Jan für die GJ ins EP!

Parteitag von Bündnis 90/ Die Grünen am Wochende in Dortmund

In Dortmund werden die Grünen am Wochenende ihr Europawahlprogramm verabschieden und ihre Europawahlliste wählen, was mich sehr freut, weil ich das mit einem Familienbesuch verknüpfen kann ;)

Die Listenaufstellung wird immens spannend, es gibt sehr viele gute BewerberInnen.

Nachdem in den Ländern bei der Aufstellung der Landeslisten zur Bundestagswahl viele junge KandidatInnen super Ergebnisse einfahren konnten, tritt die Grüne Jugend offiziell mit zwei sehr vielversprechenden, frischen und europafitten Kandidatinnen an, den ich ganz arg beide Daumen drücke:

Ska Keller, 27, derzeit Landesvorsitzende der Grünen in Brandenburg und eine überzeugte Europäerin. Sie setzt sich unter anderem für eine menschenwürdigere, europäische Migrationspolitik ein.  Wer mehr über sie wissen will, findet hier ihre Bewerbung und hier ihren Blog.

Jan Phillip Albrecht, 26, ehemals Sprecher der Grünen Jugend hat sich immer schon für die Themen Datenschutz, BürgerInnenrechte und mehr Demokratie eingesetzt. Hier seine Seite und seine Bewerbung.

Und die beiden gibts auch noch imgemeinsam im SPUNK-Interview mit nettem Video.

Ansonsten würde ich noch gern Heide Rühle und Andreas Braun, die beiden KandidatInnen ausgestattet mit dem baden-württembergischen Votum, im EP sehen.

Und ganz besonders freue ich mich auch, dass mit Sven Giegold (attac) und Barbara Lochbihler (amnesty) zwei KandidatInnen aus der Bewegung zu den Grünen stoßen!

Ach ja und mein Geheimtipp, auch wenn sie nicht vorne kandidiert, ist eine weitere sehr talentierte junge Frau, die liebe Eva Maria Vögtle (GJ BaWü), die wie ich aus Dortmund kommt und nun im BaWü lebt.

Die Bewerbungen vieler weiterer toller KandidatInnen findet ihr hier! ‘Aus Platzgründen gehe ich besser nicht mehr darauf ein ;)

Über 900 Änderungsanträge sind zum Europawahlprogramm eingegangen, ein Rekord, so viel Debatte gibts wohl nur bei Grüns. Hier kann man interaktiv reinlesen.

Geschrieben am 22. Januar 2009 um 02:20 Uhr in Grüne Reflektionen und Berichte - Tags: ,